Die Kraft der Hoffnung

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Der neue Präsident der Vereinigten Staaten ist einer von vielen Millionen Bürgern seines Landes und doch setzen so viele auf diesen einzelnen Menschen. Es ist die Erwartung, dass etwas auf sie überspringt: Der Funke der Hoffnung! Im Vorfeld gab es Berichte, welche Schicksalsschläge den neuen Präsidenten im Leben schon getroffen haben und trotz alledem ist er für viele ein Hoffnungsträger.

Die Hoffnung ist eine Urkraft des Lebens und zugleich eine Grundeinstellung, die einer lebenslangen und sorgsamen Pflege bedarf. Wenn sie verschüttet ist, muss jede Hilfe in Anspruch genommen werden, um sie wieder frei zu legen. „Hüpfen vor Erwartungsfreude“, ist der alte Wortsinn von „Hoffnung“. Da kann es mitunter nützlich sein, notorischer Schwarzmalerei aus dem Weg zu gehen, um nicht von anderen den Mühlstein der Hoffnungslosigkeit um den Hals gehängt zu bekommen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt der Volksmund, auch dann noch, wenn vieles, oder sogar alles dagegenspricht. Und Václav Havel überschreitet diese Grenze mit „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat - egal, wie es ausgeht.

Das alles hat viel mit unserer derzeitigen Lage zu tun. Je nach persönlicher Situation durchleben wir im Moment schwierige, vielleicht sogar die schwierigsten Zeiten des Lebens. Aber wirklich an einem Abgrund stehen wir dann, wenn wir die Hoffnung begraben. Glaube, Hoffnung und Liebe sind drei wichtige Tugenden des Christentums. Angewandt in dieser Reihenfolge können wir viele Krisen des Lebens bewältigen, hoffentlich - und hoffentlich bald - auch unsere derzeitige.

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