Pfingsten - heilende Begeisterung

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Zu Weihnachten gibt es ausgesuchte Geschenke, zu Ostern bunte Eier. Was gibt es zu Pfingsten? Zu Pfingsten gibt es beileibe nicht Nichts. Wir feiern zu Pfingsten jene Eigenschaft, die für unser Menschsein so kennzeichnend ist – die Gabe des Geistes. Er fließt uns aus den unergründlichen Tiefen der Kraft Gottes zu und Pfingsten erinnert uns daran, dass unser Geist mit dieser Kraft, dem Geist Gottes, verbunden ist. Aus ihm kommt alles und ohne ihn gäbe es nichts.

Die christlichen Kirchen sprechen an Pfingsten vom „Heiligen Geist“. Das Wort „heilig“ liegt uns heute eher fern, aber heil sein und heilend wirken, sind für uns hoch aktuelle Begriffe. Setzen wir für das Wort „Geist“ die Begeisterung, dann wird daraus die „heilende Begeisterung“ und die trifft das Pfingstfest mitten ins Herz. Die heilende Begeisterung für das Leben heilt zuerst die, die sie in sich tragen und sie belebt und elektrisiert jene, die sie erfahren. Begeisterung wirkt wie ein Turbo! Sie versteckt sich nicht, lässt aufhorchen und reißt mit. Sie ist ein feuriges Ereignis und deshalb ist die Symbolfarbe für Pfingsten die Signalfarbe Rot. Gemeinschaftsgeist, aller Unternehmergeist, die Geistesgegenwart und vor allem der Geistesblitz, sie alle leben von der Begeisterungskraft Einzelner, die durch die Inspiration lebendiger Gemeinschaften genährt wird.

Zu Pfingsten beten Christen auch um die Fähigkeit zur Unterscheidung der Geister.  Es braucht aufmerksame Hellhörigkeit, die zeitbedingten geistigen Veränderungen zu erkennen, um sie vom Zeitgeist zu unterscheiden. Pfingsten ist ein universales Fest, denn wir alle zählen uns zum Homo sapiens, dem geistbegabten Menschen.

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